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28. Oktober 2012

England, Kaffee und Porridge

So, das wird wohl mein letzter Post zu England.
(Obwohl ich noch so viel mehr schreiben könnte, ich hab mich wohl ein bisschen verliebt ;D)

Wir waren die zwei Wochen durch in Oxford. Die Stadt ist bekannt für ihre Universität, die aber tatsächlich nicht als eigenes Gebäude zu finden ist sondern in ganz viele Colleges aufgeteilt in der ganzen Stadt. Diese Colleges sind oft wirklich schön aus rotem Backstein gebaut mit kleinem Garten drumherum.
Die Innenstadt hat einiges an Charme zu bieten man findet viele Geschäfte und Restaurants, trotzdem ist es übersichtlich.



Wir besichtigten das Christchurch College, welches bekannt ist weil dort einige Szenen von Harry Potter gedreht wurden (und weil es eines der grössten der Stadt ist). Auch als nicht Harry Potter Begeisterte fand ich das Gebäude recht eindrücklich und hübsch. Für mich schwer vorstellbar dort zu leben und zu studieren.
In der Innenstadt ist auch der Covered Market einen Besuch wert. Gedeckt finden sich hier standähnliche Geschäfte wie Blumenläden oder Gemüsehändler und Restaurants oder Takeaways (unter anderem auch eines mit veganen Optionen, die Alpha Bar), leider hat es auch einige Fleischer und Fischverkäufer was nicht unbedingt überall für angenehmen Geruch sorgt.
Die Stadt hat viele Museen, wir besichtigten davon nur das Ashmolean Museum, was ich persönlich ok aber nicht superspannend fand (alte Ägypter sind mir ein wenig zu sehr in der Vergangenheit). Natürlich gibt es viele Pubs und Ausgangsmöglichkeiten.

Die Engländer sind wirklich freundlich, das zeigt sich darin, dass jeder beim Aussteigen aus dem Bus sich beim Busfahrer bedankt. Auch haben sie eine ganz und gar nicht direkte Art, was wiederum sehr höflich wirkt. Um in den Bus zu kommen wird eine ordentliche Schlange gebildet (hier undenkbar). Wir sahen in der Innenstadt Schlangen, die bis zu 40 Meter lang waren ;).

Ein weiteres Highlight war der Ausflug nach London. Wir bekamen mit dem knappen Tag dort zwar nur eine vage Idee der ganzen Stadt, aber schon das hat mich total begeistert. Mit dem Zug ist es von Oxford nach London eine knappe Stunde.
Zu London schrieb ich ja hier schon etwas, werde das wohl noch mit Bildern ergänzen.

Bei unseren Bummeltouren durch die Innenstadt von Oxford durften Kaffee und andere Getränke oder Snacks unterwegs nicht fehlen.

Auch waren wir oft in Cafés um uns nach der Schule (ja wir haben tatsächlich einen ganzen Brocken gelernt in der hübschen Schule unten auf dem Bild) ein wenig die Zeit zu vertreiben und Karten zu spielen und einen Kaffee zu geniessen und nett zu plaudern. :)


(Auch weil es viel günstiger ist als in der Schweiz und schön gemütlich)

Starbucks
In England muss man für Sojamilch 35 Pence draufzahlen, was bei uns nicht so ist - wir zahlen hier aber auch mehr als das Doppelte für den gleichen Kaffee(!).
Was es in einigen Filialen (komischerweise nicht in allen) gibt ist Porridge. Wie cool ist das denn?! Die ist auch vegan, denn man kann sie mit Sojamilch bestellen. Beerenkompott und getrocknete Früchte als optionales Topping sind auch vegan. \o/

Snackmässig hat Starbucks sonst nicht so viel zu bieten, Fruchtsalat, Chips oder dunkle Schokolade. Woher ich das weiss, bei den Nährwertangaben kann man das rauslesen. :)
Die Getränke sind auch nicht ganz alle vegan: die Chai Lattes nicht, Hot Chocolates nicht und die Karamellsauce oben auf dem Caramel Macchiato. Das andere schon, vorausgesetzt man bestellt ohne Sahne und mit Sojamilch, aber lest selbst nämlich hier.

Costa Coffee
Im Gegensatz zu Starbucks muss man hier nichts draufzahlen um Sojamilch zu bekommen. Was natürlich sehr sympathisch ist. Von den Getränken sind vegan, wenn man sie mit Sojamilch und ohne Sahne bestellt alle ausser Cappuchino (?), Costa Light, Mocha, Caramella (wahrscheinlich auch hier die Karamellsauce oben drauf), Babychino, Chai Latte, Double Chocolate Flake Cooler und Creamy Cooler Toffee.
Süsses gibt es nichts. :)
Die Infos habe ich von der Zutatenliste auf der Costa-Homepage (gibt's zum Runterladen).

Caffè Nero
Hier war ich nur ein Mal erst am Flughafen vor dem Nachhauseflug. Die Kette ist aber auch verbreitet. Hier gibt es wie bei Starbucks Porridge. Die war sehr lecker, hat mir besser geschmeckt als bei Starbucks. Toppings gibt's zwei vegane: Ahornsirup und Beerenkompott.
Ja ich bin ein Porridgefan geworden. :)
Sojamilch gibt's hier auch ohne Preisaufschlag.
Zuerst fand ich die Nero Webseite am hilfreichsten, doch jetzt bin ich ein wenig verunsichert. Komischerweise hat es bei keinem der Heissgetränke ein V für vegetarisch oder ein V, vegan wie bei den anderen angebotenen Sachen. o.O?

Wahrscheinlich schrieb ich schon sinnvollere Beiträge aber ich hoffe meine Vorliebe für England, Porridge und Kaffee ist rübergekommen. ;D

Habt einen schönen Sonntag!

vegan Essen in Oxford

Im letzten Post habe ich nicht verraten wo im UK ich mich genau befinde befand, es war Oxford (wie der Titel vermuten lässt ;D und ich bin mittlerweile wieder zuhause).
Wir fanden uns dort ganz gut zurecht und es war wunderbar.

Mittags fand ich natürlich immer schön etwas zu Essen obwohl wir jeweils nur recht kurz Zeit hatten. Abends assen wir meist bei der Gastfamilie, aber manchmal auch auswärts.

mein Name ist Gina, nakd-Addict :)
Grundsätzlich kann ich mittlerweile sagen, im Gegensatz zur Schweiz ist in England einiges ein wenig einfacher was veganes Essen betrifft. Bei M&S, Tesco und Sainsbury's findet man für unterwegs sicher Salate, Wraps (mjam Pumpkin and Red Pepper Hummus Wrap von M&S!), Hummus mit Gemüse aber auch teilweise Sandwiches. Vieles ist als "suitable for vegans/vegetarians" gekennzeichnet und somit schnell erkennbar. Ansonsten tut es oft auch die Allergiker-Info. Verschiedene Pflanzenmilch und auch Joghurtalternativen gibt es in normalen Supermärkten zu kaufen.
Bei Holland & Barrett gibt es ausserdem eine Auswahl an Keese und Fakefleisch sowie etliche Milchalternativen und Süsszeug (dort gibt's auch echt viele Vitaminpräparate und solches Zeug - ein bisschen gruselig).
Dort kaufte ich einige nakd Riegel. Diese bestehen vor allem aus Datteln und Nüssen, wahrscheinlich so ähnlich wie die Lifebars. Schmeckten mir aber viel besser. Berry Delight und Cashew Cookie sind meine Favoriten oder Pecan Pie! :D (Hab gerade online gesehen, dass es einen Caffe Mocha gibt. Orr, gab's hier im Laden nicht. ;) hehe)

Ausserdem dürfen natürlich die Tips von happycow.net unterwegs nicht fehlen. :)
Ich möchte hier kurz erwähnen, was ich davon ausprobiert habe.

The Mission Burrito
Ein kleiner, netter Laden. Liegt sehr zentral in der Innenstadt an der Ship Street die quer zur Cornmarket Street verläuft. Hier werden auch Fleischgerichte verkauft, gemäss Happycow gibt es aber eine Möglichkeit den Burrito vegan zu bestellen. Das tat ich dann auch. :)Ich ass einen Burrito mit schwarzen Bohnen (das erste Mal schwarze Bohnen für mich), Reis, angebratenem Gemüse mit Zwiebeln, Salat, Guacamole und Salsa. Man wählt selbst, was man drin haben möchte und es wird dann direkt zubereitet.
Der Burrito hat mir gut geschmeckt und machte lange satt. Die Salsas sind wohl alle vegan, die Guacamole auch aber nur die schwarzen Bohnen, die Pintobeans werden mit Speck gekocht. Reis ist immer drin, lediglich den Salat könnte man weglassen oder die Guacamole. Somit sind die veganen Möglichkeiten recht beschränkt. Auf Happycow wird bemängelt, dass teilweise die gleichen Löffel verwendet werden und somit alles ein wenig "meaty" sei. Mir persönlich ist das aber nicht aufgefallen. Der Preis war mit ungefähr 6 Pounds ok.

The Gardeners Arms Pub

Die Speisekarte sah online schon mal sehr vielversprechend aus. Ausserdem wurde das Pub von PETA wohl zu einem der 10 besten vegi-Pubs in England gekürt. :)
Für uns war es ein wenig schwierig zu finden, es liegt ein wenig ausserhalb der Zentrums.
Es ist wirklich ein typisches Pub, ein wenig düster aber sehr charmant eingerichtet. Das Essen kam recht schnell, ich hatte vegane Burger im Fladenbrötchen mit Salat, Tomate, Mango Chutney und Senf. Man wählt die Füllung selbst aus. Meine Kolleginnen hatten Calzone, die für mich eher eine nach dem Backen gefaltete Pizza war. ;)
Geschmeckt hat es uns gut, typisches Pub essen eben. Ich finde das Pub kann es locker mit einem "normalen" Pub aufnehmen. Die Speisekarte lässt auch für Veganer keine Wünsche offen.

Greens Café

Das Greens liegt am Rand des Stadtzentrums in St. Giles. Das erste Mal waren wir da um einen Kaffee (kein Preisaufschlag für Sojamilch) zu trinken und Karten zu spielen. Die Sitzmöglichkeiten sind gemütlich und die Einrichtung des Cafés ist unkonventionell mit vielen Plakaten und Bildern. Mir hat das gut gefallen.
Im Greens kann man (hot) Sandwiches, Salate, Wraps und viele Süssigkeiten sowie Kaffee bekommen es gibt Fleisch und Fisch aber auch vegetarische Sachen und vegane, jeweils gekennzeichnet. Seit einiger Zeit bieten sie auch 2-3 vegane Süssigkeiten an (eins war dazu glutenfrei). Ich probierte das Apfel-Dattel Shortbread, hat mir bis auf die riesige Zuckermenge obendrauf gut geschmeckt. Auch der Kaffee war top.
Viele meiner Klassenkameraden haben auch dort gegessen und es hat ihnen geschmeckt. Für die Mittagspause schnell etwas mitnehmen oder gemütlich dort etwas Essen, kein Problem und auch als Veganer wird man mehr als satt.
Dadurch, dass gratis WiFi angeboten wird hatte es dort auch einige an ihren Laptops - ein bisschen wie bei Starbucks. ;)

Burgerking Veggieburger
Ausserdem assen wir einmal bei McDonalds (Pommes, Salat und eine Apfeltasche) und einmal bei Burgerking (Veggiebeanburger ohne Käse, ohne Sauce=Mayo mit Pommes).
Bei Burgerking habe ich dann einfach selbst ein wenig Ketchup in den Burger gedrückt was super geschmeckt hat. :)
Fastfoodketten wie McD oder Burgerking sind natürlich nicht meine erste Wahl, typisches erst schmeckts gut nachher fühlst du dich schlecht Essen. Und ich meine nicht ich fühl mich schlecht weil ich so viele Kalorien gegessen habe oder wasauchimmer sondern, dass das Essen viel zu fettig ist für mich und mir nicht so bekommt. Trotzdem gibt's es aber manchmal - ja weil es schmeckt ;) und weil man halt total "normal" wirkt wenn man mit den anderen mitgehen kann. ;D
Sonst gab es mal Salat oder Wraps mit Falafel, Hummus und Couscous oder ein Baguette von diversen kleinen Kaffees oder Bistros.
Anscheindend gibt es auch bei Pret à Manger (die hier in England überall zu finden sind) ein Peperonisandwich mit Harrissahummus, probierte ich aber nicht aus.

In der Gastfamilie war das Essen ok, aber nicht wirklich überzeugend. Ich denke es liegt den meisten Briten nicht so im Blut zu kochen ;). Einmal gab es noch vegane (und glutenfreie) Pizza. War lecker, bin aber recht erschrocken als ich die Zutatenliste und Nährwertinfos angeschaut habe...

Morgens ass ich oft Müsli mit Yofu und Früchten oder Toast mit PB und Marmelade oder Margarine und Marmelade, dazu Kaffee. Tiptop.

Vegan in England definitely no problem!

15. Oktober 2012

Hallo aus England!


Seit gestern bin ich angekommen im schönen vereinigten Königreich.
Ein Sprachaufenthalt von zwei Wochen mit der Schule. Ich freute mich sehr darauf, war aber auch ein bisschen skeptisch. Das natürlich vor allem wegen dem Essen. Wie ich aber gehört habe, soll das hier nicht so problematisch sein... :)
Wir sind jeweils zu zweit bei einer Gastfamilie untergebracht. Die erstmal aus allen Wolken fiel, als ich erzählt habe, dass ich vegan bin. Also, besser zweimal nachfragen, ob es wirklich weitergeleitet wird! Besser selbst noch eine E-Mail schreiben. Mittlerweile haben sie sich aber ganz gut mit dem Gedanken angefreundet. Und ich kam schon die üblichen Geschichten zu hören. ;)
Man könnte selbst nicht auf Fleisch verzichten und man hätte mal jemanden gekannt, der sei auch Veganer gewesen und ganz blass und dünn. Ich bin wohlgenährt und alles andere als blass, somit konnte ich hoffentlich schonmal ein bisschen das Klischee vertreiben. Ausserdem wurde meine Entscheidung als "big commitment" bezeichnet. Ich sehe das aber gar nicht so, klar ist es eine Entscheidung die wohl einiges verändert, aber commitment tönt für mich ein wenig nach Verpflichtung  also du sollst. Ich soll aber ja nicht, ich will. :D
Auf jeden Fall hat das ganze auch sein gutes. Meine gute Kollegin, die mit mir das Zimmer teilt meinte jedenfalls schon für sie hätte sich das Klischee erledigt. Durch mich sehe sie vegan sein nicht mehr als supergrosse Einschränkung an. (Während "normalen" Wochen essen wir jeweils zwei Mal zusammen am Mittag)
Heute morgen ass ich einen Vollkorntoast mit Erdnussbutter und dazu einen Kaffee. In der Schule gibt es in den Pausen jeweils Früchte (win!) und Tee oder Kaffee. Mittagessen müssen wir selbst organisieren, war aber heute kein Problem ich ass einen Wrap mit Falafelbällchen, Hummus und Couscous. Später nachmittags eine Banane und am Abend Pasta mit Tomatensauce. (Der Rest hatte Bolognese).
Alles ein wenig ungewohnt, vor allem weil die Familie wohl sonst nicht so mit viel Gemüse isst und ich nun ja, total viel Gemüse gewohnt bin und zuhause abwechseln kann zwischen verschiedener Pasta, vielen Reissorten, Couscous, Quinoa, Bulgur, Hirse und auch Linsen und Bohnen esse und ab und an Mal Tofu. Natürlich erwarte ich hier keinen Tofu oder viele andere Ersatzprodukte, doch Linsen oder anderes Getreide werden hier wohl auch nicht gegessen. Mal schauen was es an anderen Tagen geben wird, komischerweise geht es mir nicht primär darum für mich abwechslungsreich zu essen. (Zwei Wochen Pasta würd ich wohl locker überleben ;D). Sondern auch weil ich zeigen will, hey vegan ist weder schwer noch eintönig. Andererseits möchte ich ja nicht zu viel Aufwand machen und dass sie nur wegen mir für sie "spezielle" Zutaten kaufen müssen... Blöd :) Selber kochen ist definitiv einfacher!

So und ich war bei Sainsbury's und Tesco. Ich bin vielleicht ein wenig speziell, aber ich liebe es durch die Regale zu schlendern und alles zu betrachten, was es so zu kaufen gibt. (Vor allem das, was es in der Schweiz nicht gibt.)


Damit mein Morgenessen nicht nur aus Toast und PB besteht die zwei Wochen durch kaufte ich Sojadrink. Alpro ist super, ausserdem wollte ich eigentlich nur ganz normale Haferflocken, fand ich aber nirgends also ist es das super verschwommene Müsli geworden mit Nüssen und Datteln. Die nakd Riegel habe ich schon auf anderen Blogs gesehen, für zwischendurch sicher gut. Und Cashews gehen sowieso immer!
Ein bisschen verwirrt bin ich durch das "Suitable for vegetarians"-Sign. Steht zum Beispiel auch auf dem PB-Glas von Tesco drauf, ich kann aber nichts tierisches in der Zutatenliste entdecken? o.O

Mal schauen, was es sonst noch so gibt hier. Falls jemand Tips zu Produkten hat, immer her damit! :D

Ich werde wohl nicht wirklich zum lesen meines Feedreaders kommen, doch irgendwann wird das sicher nachgeholt. :D