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28. Oktober 2012

England, Kaffee und Porridge

So, das wird wohl mein letzter Post zu England.
(Obwohl ich noch so viel mehr schreiben könnte, ich hab mich wohl ein bisschen verliebt ;D)

Wir waren die zwei Wochen durch in Oxford. Die Stadt ist bekannt für ihre Universität, die aber tatsächlich nicht als eigenes Gebäude zu finden ist sondern in ganz viele Colleges aufgeteilt in der ganzen Stadt. Diese Colleges sind oft wirklich schön aus rotem Backstein gebaut mit kleinem Garten drumherum.
Die Innenstadt hat einiges an Charme zu bieten man findet viele Geschäfte und Restaurants, trotzdem ist es übersichtlich.



Wir besichtigten das Christchurch College, welches bekannt ist weil dort einige Szenen von Harry Potter gedreht wurden (und weil es eines der grössten der Stadt ist). Auch als nicht Harry Potter Begeisterte fand ich das Gebäude recht eindrücklich und hübsch. Für mich schwer vorstellbar dort zu leben und zu studieren.
In der Innenstadt ist auch der Covered Market einen Besuch wert. Gedeckt finden sich hier standähnliche Geschäfte wie Blumenläden oder Gemüsehändler und Restaurants oder Takeaways (unter anderem auch eines mit veganen Optionen, die Alpha Bar), leider hat es auch einige Fleischer und Fischverkäufer was nicht unbedingt überall für angenehmen Geruch sorgt.
Die Stadt hat viele Museen, wir besichtigten davon nur das Ashmolean Museum, was ich persönlich ok aber nicht superspannend fand (alte Ägypter sind mir ein wenig zu sehr in der Vergangenheit). Natürlich gibt es viele Pubs und Ausgangsmöglichkeiten.

Die Engländer sind wirklich freundlich, das zeigt sich darin, dass jeder beim Aussteigen aus dem Bus sich beim Busfahrer bedankt. Auch haben sie eine ganz und gar nicht direkte Art, was wiederum sehr höflich wirkt. Um in den Bus zu kommen wird eine ordentliche Schlange gebildet (hier undenkbar). Wir sahen in der Innenstadt Schlangen, die bis zu 40 Meter lang waren ;).

Ein weiteres Highlight war der Ausflug nach London. Wir bekamen mit dem knappen Tag dort zwar nur eine vage Idee der ganzen Stadt, aber schon das hat mich total begeistert. Mit dem Zug ist es von Oxford nach London eine knappe Stunde.
Zu London schrieb ich ja hier schon etwas, werde das wohl noch mit Bildern ergänzen.

Bei unseren Bummeltouren durch die Innenstadt von Oxford durften Kaffee und andere Getränke oder Snacks unterwegs nicht fehlen.

Auch waren wir oft in Cafés um uns nach der Schule (ja wir haben tatsächlich einen ganzen Brocken gelernt in der hübschen Schule unten auf dem Bild) ein wenig die Zeit zu vertreiben und Karten zu spielen und einen Kaffee zu geniessen und nett zu plaudern. :)


(Auch weil es viel günstiger ist als in der Schweiz und schön gemütlich)

Starbucks
In England muss man für Sojamilch 35 Pence draufzahlen, was bei uns nicht so ist - wir zahlen hier aber auch mehr als das Doppelte für den gleichen Kaffee(!).
Was es in einigen Filialen (komischerweise nicht in allen) gibt ist Porridge. Wie cool ist das denn?! Die ist auch vegan, denn man kann sie mit Sojamilch bestellen. Beerenkompott und getrocknete Früchte als optionales Topping sind auch vegan. \o/

Snackmässig hat Starbucks sonst nicht so viel zu bieten, Fruchtsalat, Chips oder dunkle Schokolade. Woher ich das weiss, bei den Nährwertangaben kann man das rauslesen. :)
Die Getränke sind auch nicht ganz alle vegan: die Chai Lattes nicht, Hot Chocolates nicht und die Karamellsauce oben auf dem Caramel Macchiato. Das andere schon, vorausgesetzt man bestellt ohne Sahne und mit Sojamilch, aber lest selbst nämlich hier.

Costa Coffee
Im Gegensatz zu Starbucks muss man hier nichts draufzahlen um Sojamilch zu bekommen. Was natürlich sehr sympathisch ist. Von den Getränken sind vegan, wenn man sie mit Sojamilch und ohne Sahne bestellt alle ausser Cappuchino (?), Costa Light, Mocha, Caramella (wahrscheinlich auch hier die Karamellsauce oben drauf), Babychino, Chai Latte, Double Chocolate Flake Cooler und Creamy Cooler Toffee.
Süsses gibt es nichts. :)
Die Infos habe ich von der Zutatenliste auf der Costa-Homepage (gibt's zum Runterladen).

Caffè Nero
Hier war ich nur ein Mal erst am Flughafen vor dem Nachhauseflug. Die Kette ist aber auch verbreitet. Hier gibt es wie bei Starbucks Porridge. Die war sehr lecker, hat mir besser geschmeckt als bei Starbucks. Toppings gibt's zwei vegane: Ahornsirup und Beerenkompott.
Ja ich bin ein Porridgefan geworden. :)
Sojamilch gibt's hier auch ohne Preisaufschlag.
Zuerst fand ich die Nero Webseite am hilfreichsten, doch jetzt bin ich ein wenig verunsichert. Komischerweise hat es bei keinem der Heissgetränke ein V für vegetarisch oder ein V, vegan wie bei den anderen angebotenen Sachen. o.O?

Wahrscheinlich schrieb ich schon sinnvollere Beiträge aber ich hoffe meine Vorliebe für England, Porridge und Kaffee ist rübergekommen. ;D

Habt einen schönen Sonntag!

vegan Essen in Oxford

Im letzten Post habe ich nicht verraten wo im UK ich mich genau befinde befand, es war Oxford (wie der Titel vermuten lässt ;D und ich bin mittlerweile wieder zuhause).
Wir fanden uns dort ganz gut zurecht und es war wunderbar.

Mittags fand ich natürlich immer schön etwas zu Essen obwohl wir jeweils nur recht kurz Zeit hatten. Abends assen wir meist bei der Gastfamilie, aber manchmal auch auswärts.

mein Name ist Gina, nakd-Addict :)
Grundsätzlich kann ich mittlerweile sagen, im Gegensatz zur Schweiz ist in England einiges ein wenig einfacher was veganes Essen betrifft. Bei M&S, Tesco und Sainsbury's findet man für unterwegs sicher Salate, Wraps (mjam Pumpkin and Red Pepper Hummus Wrap von M&S!), Hummus mit Gemüse aber auch teilweise Sandwiches. Vieles ist als "suitable for vegans/vegetarians" gekennzeichnet und somit schnell erkennbar. Ansonsten tut es oft auch die Allergiker-Info. Verschiedene Pflanzenmilch und auch Joghurtalternativen gibt es in normalen Supermärkten zu kaufen.
Bei Holland & Barrett gibt es ausserdem eine Auswahl an Keese und Fakefleisch sowie etliche Milchalternativen und Süsszeug (dort gibt's auch echt viele Vitaminpräparate und solches Zeug - ein bisschen gruselig).
Dort kaufte ich einige nakd Riegel. Diese bestehen vor allem aus Datteln und Nüssen, wahrscheinlich so ähnlich wie die Lifebars. Schmeckten mir aber viel besser. Berry Delight und Cashew Cookie sind meine Favoriten oder Pecan Pie! :D (Hab gerade online gesehen, dass es einen Caffe Mocha gibt. Orr, gab's hier im Laden nicht. ;) hehe)

Ausserdem dürfen natürlich die Tips von happycow.net unterwegs nicht fehlen. :)
Ich möchte hier kurz erwähnen, was ich davon ausprobiert habe.

The Mission Burrito
Ein kleiner, netter Laden. Liegt sehr zentral in der Innenstadt an der Ship Street die quer zur Cornmarket Street verläuft. Hier werden auch Fleischgerichte verkauft, gemäss Happycow gibt es aber eine Möglichkeit den Burrito vegan zu bestellen. Das tat ich dann auch. :)Ich ass einen Burrito mit schwarzen Bohnen (das erste Mal schwarze Bohnen für mich), Reis, angebratenem Gemüse mit Zwiebeln, Salat, Guacamole und Salsa. Man wählt selbst, was man drin haben möchte und es wird dann direkt zubereitet.
Der Burrito hat mir gut geschmeckt und machte lange satt. Die Salsas sind wohl alle vegan, die Guacamole auch aber nur die schwarzen Bohnen, die Pintobeans werden mit Speck gekocht. Reis ist immer drin, lediglich den Salat könnte man weglassen oder die Guacamole. Somit sind die veganen Möglichkeiten recht beschränkt. Auf Happycow wird bemängelt, dass teilweise die gleichen Löffel verwendet werden und somit alles ein wenig "meaty" sei. Mir persönlich ist das aber nicht aufgefallen. Der Preis war mit ungefähr 6 Pounds ok.

The Gardeners Arms Pub

Die Speisekarte sah online schon mal sehr vielversprechend aus. Ausserdem wurde das Pub von PETA wohl zu einem der 10 besten vegi-Pubs in England gekürt. :)
Für uns war es ein wenig schwierig zu finden, es liegt ein wenig ausserhalb der Zentrums.
Es ist wirklich ein typisches Pub, ein wenig düster aber sehr charmant eingerichtet. Das Essen kam recht schnell, ich hatte vegane Burger im Fladenbrötchen mit Salat, Tomate, Mango Chutney und Senf. Man wählt die Füllung selbst aus. Meine Kolleginnen hatten Calzone, die für mich eher eine nach dem Backen gefaltete Pizza war. ;)
Geschmeckt hat es uns gut, typisches Pub essen eben. Ich finde das Pub kann es locker mit einem "normalen" Pub aufnehmen. Die Speisekarte lässt auch für Veganer keine Wünsche offen.

Greens Café

Das Greens liegt am Rand des Stadtzentrums in St. Giles. Das erste Mal waren wir da um einen Kaffee (kein Preisaufschlag für Sojamilch) zu trinken und Karten zu spielen. Die Sitzmöglichkeiten sind gemütlich und die Einrichtung des Cafés ist unkonventionell mit vielen Plakaten und Bildern. Mir hat das gut gefallen.
Im Greens kann man (hot) Sandwiches, Salate, Wraps und viele Süssigkeiten sowie Kaffee bekommen es gibt Fleisch und Fisch aber auch vegetarische Sachen und vegane, jeweils gekennzeichnet. Seit einiger Zeit bieten sie auch 2-3 vegane Süssigkeiten an (eins war dazu glutenfrei). Ich probierte das Apfel-Dattel Shortbread, hat mir bis auf die riesige Zuckermenge obendrauf gut geschmeckt. Auch der Kaffee war top.
Viele meiner Klassenkameraden haben auch dort gegessen und es hat ihnen geschmeckt. Für die Mittagspause schnell etwas mitnehmen oder gemütlich dort etwas Essen, kein Problem und auch als Veganer wird man mehr als satt.
Dadurch, dass gratis WiFi angeboten wird hatte es dort auch einige an ihren Laptops - ein bisschen wie bei Starbucks. ;)

Burgerking Veggieburger
Ausserdem assen wir einmal bei McDonalds (Pommes, Salat und eine Apfeltasche) und einmal bei Burgerking (Veggiebeanburger ohne Käse, ohne Sauce=Mayo mit Pommes).
Bei Burgerking habe ich dann einfach selbst ein wenig Ketchup in den Burger gedrückt was super geschmeckt hat. :)
Fastfoodketten wie McD oder Burgerking sind natürlich nicht meine erste Wahl, typisches erst schmeckts gut nachher fühlst du dich schlecht Essen. Und ich meine nicht ich fühl mich schlecht weil ich so viele Kalorien gegessen habe oder wasauchimmer sondern, dass das Essen viel zu fettig ist für mich und mir nicht so bekommt. Trotzdem gibt's es aber manchmal - ja weil es schmeckt ;) und weil man halt total "normal" wirkt wenn man mit den anderen mitgehen kann. ;D
Sonst gab es mal Salat oder Wraps mit Falafel, Hummus und Couscous oder ein Baguette von diversen kleinen Kaffees oder Bistros.
Anscheindend gibt es auch bei Pret à Manger (die hier in England überall zu finden sind) ein Peperonisandwich mit Harrissahummus, probierte ich aber nicht aus.

In der Gastfamilie war das Essen ok, aber nicht wirklich überzeugend. Ich denke es liegt den meisten Briten nicht so im Blut zu kochen ;). Einmal gab es noch vegane (und glutenfreie) Pizza. War lecker, bin aber recht erschrocken als ich die Zutatenliste und Nährwertinfos angeschaut habe...

Morgens ass ich oft Müsli mit Yofu und Früchten oder Toast mit PB und Marmelade oder Margarine und Marmelade, dazu Kaffee. Tiptop.

Vegan in England definitely no problem!

22. Oktober 2012

London (Mittagessen im Tibits)


Am Sonntag machten wir einen Ausflug nach London mit der ganzen Gruppe. Erstmal ein wenig Sightseeing zu Fuss vom Picadilly Circus über den Trafalgar Square zum Buckingham Palace. Von dort aus durch den St. James Park zum Westminster Abbey.


St. James Park
In den darauffolgenden knappen drei Stunden die uns frei zur Verfügung standen gingen wir an der Oxford Street entlang bummeln und assen zu Mittag. Danach ging's noch ein wenig mit dem Bus durch die Stadt, gestärkt von unserem Kaffee überquerten wir sowohl London- als auch Towerbrigde und hörten zu, was erzählt wurde.
Meine Güte, London ist so grossartig! Ich habe mich ein wenig verliebt in diese Stadt, ganz ehrlich. Ein knapper Tag ist einfach viel zu wenig um auch nur annähernd genug zu sehen!
Ich machte leider nicht viele Fotos, aber wenn der Himmel so blöd farblos ist gefällt mir das nicht so. ;)

Zu Mittag assen wir in einer Nebenstrasse der Oxford Street im Tibits. Das vegetarische Restaurant liegt sehr zentral in einer Nebenstrasse der Oxford Street. Das Tibits ist ein Selbstbedienungsrestaurant, man hat die Auswahl von einem Buffet. Es gibt Salate, warme Speisen und Desserts. Bezahlt wird nach 100g und man bekommt natürlich auch Softdrinks, Kaffee, Tee und auch Alkohol.
Es ist liebevoll eingerichtet mit freundlichen Farben, sehr gemütlich. Hat mir persönlich sehr gut gefallen und auch meiner Kollegin. :)
Das Buffet lässt absolut keine Wünsche offen, alle veganen Speisen sind deklariert.

Ich ass ein wenig von allem (fast, einiges ist ja nicht vegan ;D) Linsensalat, Avocadocreme, Zwiebelringe, Falafel, Kürbissesamsalat (so lecker, muss ich unbedingt nachmachen!), Couscous, warmer Zitronenkürbis (omnom), Country Cuts, Dattelirgendetwaschuntey (habs leider vergessen), Bohnensalat und Reis. Und alles war sehr sehr lecker! Nur die Falafel haben mir nicht super geschmeckt, sie waren aber ok.
Meine Kollegin hatte ihren Teller auch voll beladen und war genau wie ich total begeistert vom Essen.

Eigentlich war ich schon recht voll, doch ich habe trotzdem etwas zum Dessert gegessen. Ein Stückchen Toffee mit Ingwer und Victorias Cake (ich hoffe ich erinnere mich recht) ein Kuchenstück mit Beeren drin. Dazu einen Sojamilchcappuchino.
Das. war. so. gut!

Man kann auch Sandwiches und Süsses und Kaffee zum Mitnehmen bekommen.
Die Mitarbeitenden sind wirklich sehr bemüht und freundlich. Und zufälligerweise war diejenige an der Kasse Schweizerin. War echt lustig und sie so lieb. :)

Jedenfalls, egal ob ihr in London, Zürich, Winterthur, Bern oder Basel seid, GEHT ins Tibits! Es lohnt sich wirklich.
(Tatsächlich kenne ich bis jetzt nur noch das in Winterthur ich ass mal dort Mangocake und trank einen Kaffee. Mjam Mangocake. ;D Denke aber die anderen werden ähnlich sein.)

Wo zu finden in London:

12-14 Heddon Street
off Regent Street
London W1B 4DA

Da wir so hungrig waren gibt es auch nicht mehr Bilder vom Restaurant, aber die Homepage ist so schön gestaltet. Einfach mal reinschauen unter tibits.com.

9. September 2012

Büroausflug Stuttgart


Wieder eine Premiere für mich, das erste mal vegan auf Geschäftsausflug.

Meine Bürokolleginnen wissen alle Bescheid, dass ich vegan lebe (inklusive Chefin). Wir waren aber noch mit einem anderen Team unterwegs, die wissen wussten das nicht. Das andere Team hat die Organisation des Wochenendes in die Hand genommen.
Ich fragte etwa eine Woche vor Abreise nach, in welchem Restaurant wir essen werden und machte diesem Restaurant kurzerhand ein E-Mail (das beruhigt mich und ich wollte nicht negativ auffallen weil ich ellenlang mit den Servicemitarbeitenden diskutiere und ihnen Löcher über die Speisen in den Bauch frage).
Die Antwort kam recht prompt und fiel unerwarteterweise sehr schmal aus (ich hatte alles von der Speisekarte aufgezählt, was vegan sein könnte oder einfach veganisierbar wäre das waren bestimmt 4-6 Speisen). Aufgrund des Wiendorffestes und einer speziellen Menükarte zu dieser Zeit kamen für mich nur ein gemischter Salat (aber ohne Gurke), geröstete Salzmandeln und eingelegte Oliven in Frage. Kurz darauf nochmals ein E-Mail die Salzmandeln und Oliven würden auch wegfallen.

Ein Tag vor Abreise besorgten wir einige Lunchsachen für die Zugfahrt. Das andere Team wollte belegte Brötchen mitbringen, wir schnitten Gemüse (Peperoni, Fenchel, Karotten, Cherrytomaten). Dazu gab es noch Grissini, die Zugfahrt war also schon mal absolut kein Problem, von den Brötchen ass ich keines.

Ich führte ein ausführliches Gespräch in dem es um Veganismus und Vegetarismus ging. Meine Gesprächspartnerin (Vegetarierin) war offen und interessiert, war ein wirklich schöner Zeitvertrieb zu reden. Die Zugfahrt verging recht schnell. :)

Um die Mittagszeit herum kamen wir in Stuttgart an, checkten im Hotel (le Meridien) ein und machten uns auf Richtung Innenstadt. Stuttgart ist echt schön und auch zum einkaufen super (wofür wir leider nicht wirklich viel Zeit hatten). Wir schlenderten aufgeteilt (für die einen war das zu heiss) durch die Strassen. Das Wetter war absolut toll! Langsam bekam ich Hunger und auch meine Kollegin (die mit den Maisnudeln). Wir befanden uns an der Königsstrasse in der Nähe des Vegi Voodoo Kings und sie entdeckte das Lokal dann.
Das Vegi Voodoo King ist ein vegetarischer Falafel-Imbiss.
Die Schlange war recht lang, wir standen auch eine gefühlte kleine Ewigkeit, was sich aber gelohnt hat. ;)
Ich gebe ehrlich zu, das waren meine ersten "richtigen" Falafel (ich machte mal selbst welche, die ok waren und einmal probierte ich eine Fertigmischung - schrecklich).
Omnomnom! Fast schon fertig gegessen
Ich hatte den(das?die?) Falafel Schlossplatz, in knusprigem Fladenbrot zusätzlich noch mit Sesamsauce, meine Kollegin Pommes. Der Falafel schmeckte einfach superlecker! Wer Falafel mag wird das Vegi Voodoo King wohl lieben. Wirklich toll. Auch die Pommes waren lecker.
Auswahl im Vegi Voodoo King, mit Hinterkopf irgendwelcher Männer ;) klar gekennzeichnete vegane Sachen
Nachmittags ass ich noch einen Lifebar Riegel (Feige-Mandel) und den Coco-Mango Drink von Alnatura.

Abends gings dann wie geplant ins ortstypische Lokal (Alten Kanzlei). Ich bestellte den gemischten Salat ohne Gurkensalat und mit Öl-Essig Dressing. Meine Anmerkungen zur Bestellung fielen gar nicht auf, da die anderen teilweise auch gewisse "Sonderwünsche" angebracht haben.
Der Salat war lecker und mit dem Brot dazu war ich mehr als satt nachher (was wohl auch am Kartoffelsalat lag, der drin war und dem vielen Essen vorher). Die selbstgemachte Holunderblütenschorle mit Zitrone und Minze hat mir super geschmeckt (Holundersirup<3).

Das Morgenessen im Hotel war gut (für Omnis superspitze), ich ass Müsli mit Früchten und Sojamilch und ein Vollkornbrötchen mit Marmelade. Dass ich auswärts nicht genau nachfrage ob im Brot eventuell etwas tierisches drin ist, habe ich für mich so entschieden und finde das auch vertretbar.
Dazu gab es Kaffee und frisch gepressten Saft. Ausserdem entdeckte ich am grossen Buffet eine tolle Teeauswahl, darunter auch das (neue in-)Getränk: Matcha-Tee. Das liess ich mir natürlich nicht entgehen und brühte mir ein Kännchen auf. Getrunken habe ich den Tee mit Sojamilch. Geschmacklich mag ich das sehr, werde mir bei Gelegenheit sicher etwas von dem grünen Pulver kaufen. Mit "richtigem" Grüntee, wie ich ihn kenne finde ich es gar nicht vergleichbar. Es ist viel milder im Geschmack, gar nicht bitter auch pur nicht. Sehr lecker! :)

Das war's von Stuttgart, wir machten uns schon auf den Nachhauseweg. Natürlich habe ich während den knappen zwei Tagen nicht nur gegessen ;). Sondern es wurde viel geredet und gelacht, die Stadtatmosphäre und das tolle Wetter genossen, herumgelaufen und einige Fotos gemacht.

Fazit: Vegan auf Geschäftsausflug ist sehr wohl möglich! :)

Eine klare Ansage gegen S21, "Gier frisst Hirn" fand ich auch noch gut. Persönlich beschäftige ich mich nicht gross mit S21 und bin deswegen weder dafür noch dagegen. Solche demonstrativen Statements finde ich aber spannend. Beim Schlossplatz hatte beispielsweise noch eine Hirschstatue einen Anti S21 Kleber auf dem Hinterteil.

24. Juli 2012

Urlaub!

Playa de Muro

Ich bin zurück! Zehn wundervolle Tage an der Wärme sind vorbei. Ich war mit meiner Schwester und meiner Mutter in in der Nähe von Alcudia, im Nordosten Mallorcas. Ja genau, das Mallorca, welches so bekannt ist für den Ballermann, sich betrinken, Schlagerstars oder Daniela Katzenberger. Davon bekamen wir aber alles nichts mit, denn Mallorca hat viel mehr zu bieten. Tatsächlich ist es eine kleine Insel, die abseits von den Touristenghettos ('tschuldigung) echt hübsch und naturbelassen ist.
Für uns stand Erholung an erster Stelle, so machten wir nicht superviel ausser am Strand liegen und Baden. :D

Was das Essen angeht: Ich habe mich vorab nicht mit dem Hotel in Verbindung gesetzt bezüglich des Essensangebots morgens und abends, das geschah nicht aus Unwissen oder weil ich mich nicht traute, ich entschied mich sonst bewusst dagegen. Warum genau kann ich nicht recht begründen, aber es hat wohl damit zu tun, dass diese Ferien schon lange geplant waren bevor ich meine Ernährung umstellte.
Mein Vorsatz für diese Ferien war, so viel tierisches wie möglich zu vermeiden und auf Fleisch und Fisch natürlich ganz zu verzichten. Auch wollte ich mich nicht 'übermässig einschränken' und das Essen geniessen. Ich denke, das ist mir ziemlich gut gelungen, obwohl es natürlich nicht perfekt ist. Aber verglichen mit meinen letzten Ferien und meinem Essverhalten in den Ferien ist es schon ein guter Anfang.
Das sah dann so aus, dass ich morgens Brot mit Aufstrichen (Marmelade, Öl-Tomatenaufsrich, 1-2 Mal auch Margarine), Müsli (Haferflocken mit Orangensaft und Trockenfrüchten) und Früchte ass. Dazu trank ich Tee, Wasser oder Kaffee. Die süssen Gebäckteilchen liess ich aus und auch Omelette und Crêpes. ;)
Abends gab es oft Salat mit Zitrone-Öl Salatsauce, den Essig nahm ich auch manchmal. Ausserdem tolle Knoblauchkartoffeln, Gazpacho, Gemüse und was das Buffet sonst noch so aus der Gemüsekiste hergab. Ehrlich da waren ein paar tolle Sachen drunter. Aber wie es mit Buffets nun mal so ist, schwer herauszusehen was denn wo alles drin ist. Ausser Gemüse ass ich auch Teigwaren oder Reis. Wenn ich das so durchlese tönt das nach wenig, war es aber sicher nicht! Ich wurde immer mehr als satt, auch wenn ich vom Dessertbuffet meist alles, ausser den Früchten, ausliess.
Klar nicht-vegane Sachen waren auch darunter, 2 Mal war irgendwodrüber ein wenig Käse, einmal ass ich wohl etwas Einback ähnliches. Den Rest stemple ich mit potentiell-unvegan ab, aber das geht für den ersten Urlaub so ok. (Teigwaren, verwendetes Bratfett, Brot usw.)

Schlussendlich kann ich sagen, ich habe viel gelernt in diesen Tagen, was mich und meine Einstellung angeht. Und ich würde es nicht mehr gleich machen. Das nächste mal werde ich im Hotel nachfragen, was alles genau vegan ist, vorallem bei Sachen wie Brot und Margarine usw. wo man sich nie sicher sein kann. Und falls es keine Pflanzenmilch zum Frühstück gibt, werde ich meine eigene mitbringen und dazu stehen, denn Kaffee schmeckt mir mittlerweile auch schwarz mit Zucker, aber nichts geht über einen Milchkaffee morgens. (Und meine ach so geniale Idee, den abendlichen Kaffee mit Kokosmilch zu bestellen weil ich die auf der Karte bei einem Alkoholmixgetränk gesehen habe, war ein totaler Reinfall. Die Kokosmilch bestand nämlich aus Kuhmilch und Kokossirup oder so etwas ähnlichem, jedenfalls wenn ich meinem Geschmack trauen kann. Schade.)

Überrascht hat mich, wie einfach ich auf die lecker aussehenden Torten und Gebäck 'verzichten' konnte. Ich überlegte, wie es wäre, jetzt so etwas zu essen, aber wirklich ernsthaft in Erwägung gezogen habe ich es nicht. Wenn mir jemand beim letzten Urlaub erzählt hätte, dass ich nächstes Mal freiwillig nichts davon essen würde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. ;D
Kein Fleisch und Fisch/Meeresfrüchte zu essen war dann nochmals viel leichter, obwohl ich das vorher echt gerne ass. Mittlerweile sehe ich nicht mehr ein, wie mein Genuss mit dem Leid und dem ökologischen Blödsinn auch nur annähernd die Waage halten soll.
Meine Einstellung festigt sich allmählich, zu den anfangs gesundheitlichen und ökologischen Gründen gesellt sich immer mehr Überzeugung. Ich werde veganer! ;D

Dessert Highlight war das vegane Soja-Haselnusseis in einer Eisdiele in der superhübschen Altstadt von Alcudia und die rein pflanzlichen Caramellkekse zum Kaffee. *.*
Ansonsten war natürlich der ganze Urlaub ein tolles Erlebnis (kann Urlaub überhaupt schlecht sein?).

Coco!